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Gruber, Ferdinand (aktiv 1820-1832)

12 Laendler für das Piano-Forte dem Herrn Baron Carl von Call-Kulmbach in tiefster Ehrfurcht zugeeignet, Nr.1

Wien, Artaria (PN 2612), [1820]

EUR 260,00

Querformat 25x34 cm, 7 Seiten gestochen, Rücken mit Buntpapierstreifen, Titel mit rotem Sammlerstempel "Rheinfurth".

Erstes von fast 40 Heften mit Tänzen, die Ferdinand Gruber bei Artaria zwischen 1820 (PN 2612) und 1832 (PN 3044) veröffentlichte. - Gruber gehört zur ersten Generation der Wiener Tanzmusik-Komponisten um Johann Strauss Vater und Joseph Lanner, seine Beliebtheit zeigt sich auch in den weit über 200 Abschriften, die das Quellenlexikon RISM auflistet. Das Österreichische Musiklexikon erwähnt ihn im Beitrag über den Walzer: "Immerhin hat z. B. Ferdinand Gruber um 1825 die Einleitungstakte auf zehn bis 14 erhöht, sie aber nicht extra bezeichnet." und Philipp Fahrbach sen. erinnert noch 1847 sich an seine für die frühen Walzerkomponisten typische einfache Instrumentierung. Eine zentrale Rolle spielt Gruber schließlich in dem Liederspiel "Franz Schubert" von Franz von Suppé (1864). Die Beliebtheit dieses Tanzmusik-Komponisten steht in erstaunlichem Gegensatz zu den (nicht vorhandenen) biographischen Informationen. "Ferdinand Gruber, zu dem keine biographischen Angaben bekannt sind, fehlt auch bei Anton Ziegler, Adressen-Buch von Tonkünstlern, Dilettanten, Hof- Kammer- Theater- und Kirchen-Musikern in Wien, Wien 1823. Ein Bericht aus Wien zählt ihn 1826 zu den dortigen 'jungen Componisten', die 'beliebte Tänze' geschaffen haben." (Kopitz, 2024).

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