1. deutsch

Krebs, Karl August (1804-1880)

Deutsche Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte Begleitung. XXXII. Werk, I. Liedersammlung.

Hamburg, Böhme und Wien, Joseph Czerny (PN 2575), [ca. 1828]

EUR 280,00

Querformat 25x33 cm. 17 Seiten gestochen. Illustrierter Titel mit Strahlenkranz, im Zentrum eine Leier mit Notenbuch in Eichenlaubgirlandem, Noten etwas altersfleckig. Letzte Seite mit Sammlerstempel "Rheinfurth".

Karl August Krebs, auch Carl (1804-1880), Pianist, Komponist, Kapellmeister. In Nürnberg geboren und nach dem baldigen Tod der Mutter in Stuttgart von dem Hofsänger Johann Baptist Krebs adoptiert, galt Carl Krebs als Wunderkind, das schon mit sechs Jahren Klavierkonzerte von Mozart, Dussek und Ries spielte und früh selbst auch komponierte. 1825 ging Krebs nach Wien, studierte bei Seyfried und wurde kurz darauf 1826 dritter Kapellmeister am Hofoperntheater. 1827 wechselte er als Kapellmeister in Hamburg und wurde 1850 Hofkapellmeister in Dresden. - Der vorliegende Band eine durch den Wechsel von Krebs von Wien nach Hamburg zu erklärende musikverlagsgeschichtliche Besonderheit, indem sowohl der Wiener Verlag Joseph Czerny als auch der Hamburger Verlag Johann August Böhme als gemeinsame Eigentümer auf dem Impressum auftreten. Gedruckt wurde dieses Opus 32 nach seinem Wechsels von Wien nach Hamburg in Wien mit den Platten des Verlags Czerny und dessen Plattennummer 2575. (Der Verlag Joseph Czerny existierte von 1828-1831). - Die Liedauswahl ist als durchaus außergewöhnlich zu bezeichnen: Vertonungen des Norddeutschen Ernst Ortlepp ("Schwer und Leicht"), des 1825 von Hamburg nach Wien als Sekretär von Gentz gewechselten Karl Baldamus ("Beruhigung"), einige Gedichte, deren Urheber für uns nicht identifizierbar ist (Serenus, Fincke) und - voller Stolz in dieser ersten Liedersammlung - das Lied "Der arme Maler" mit dem Verweis "Komponirt im 8ten Lebensjahre". - Kein weiteres Exemplar nachweisbar.

Bestellnummer : 18558