1. deutsch

Huber, Hans (1852-1921)

Eigenhändige Postkarte, signiert Basel, 28.01.1895 an den Literaturhistoriker Emil Sulger, München

Basel, 1895

EUR 180,00

Korrespondenzkarte 9x14 cm, mit 25 Zeilen eng beschrieben, Briefmarke auf der Adresseite entfernt.

"Verehrter Freund, etwas post festum erwidere ich Ihre Neujahrsgrüße aufs herzlichste. Meine freie Zeit leidet immer an solcher Knappheit, daß ich nebst dem Absagen von Einladungen zu soupers etc. kaum zu einem vernünftigen Brief komme. Wie oft beneide ich doch so freie Existenzen wie dieser Hahn [?] oder wie sich Cornelius bewegen kann, der sich übrigens nicht recht wohl unter seinem Doctorhute fühlt und immer noch an seinem Quercia quetscht! - Die Nachricht von Ihrem glücklich bestandenen Examen hat mich sehr gefreut. Es muß ein famoses Gefühl sein, jetzt von einer Spitze aus ins blühend-leuchtend Thal hineinzulugen. Möge aus diesen Ausblicken recht viel Schönes für uns sich ergeben. Meine Kudrun ist fertig; die erste Aufführung findet erst nächsten Herbst statt. Ich werde auch an Herrn Levi in München ein Exemplar schicken! Wie geht es Ihrer verehrten Frau? Hoffentlich sind die Berichte wieder besser über das Befinden! Mit herzlichen Grüßen an Sie und Ihre Frau verbleibt Ihr Hans Huber." - Der Schweizer Komponist Hans Huber studierte ab 1870 in Leipzig bei Carl Reinecke und wirkte ab 1877 in Basel, wo er das Konservatorium gründete und leitete. Seine Oper Kudrun wurde am 30.01.1896 in Basel unter Albin Trenkler uraufgeführt. - Emil Sulger-Gebing (1863-1923), Literarhistoriker aus Basel. - Carl Maria Cornelius (1868-1945) Sohn und Biograph des Komponisten Peter Cornelius (1824-1874).

Bestellnummer : 17254