1. deutsch
Die einflussreiche Violinschule mit "Alten Meistern" und Erstveröffentlichungen von Bach und Tartini.

Cartier, Jean Baptiste (1756-1841)

L’Art du Violon ou Division des Ecoles choisies dans les Sonates Italienne; Françoise et Allemande. Précédée d'un abrégé de principes pour cet Instrument. Dédié au Conservatoire de Musique qui en a favorablement accueilli l'hommageTroisième Edition Revue et Corrigée.

Paris, Decombe, [1803]

EUR 1.500,00

35x26 cm, Illustrierter Titel, IV, 335 Seiten, 4 Falttafeln "Adagio de Mr. Tartini varie de plusieurs façons", alles gestochen. Der Titel mit Empire-Umrahmung und den Porträtmedaillons von Tartini, Corelli, Gaviniès, Leclair, Leopold Mozart und Johann Stamitz. - Halbpergamenteinband der Zeit, berieben, bestoßen, Rücken mit handgeschriebenem Titel, Deckel mit handgeschriebenem Titelschild der Zeit. Seiten teilweise gebräunt und stockfleckig.

Jean-Baptiste Cartier (1756-1841), französischer Violinist und Pädagoge, stellvertretender Konzertmeister an der Pariser Oper und Mitglied der Hofkapellen von Napoleon, Ludwig XVIII. und Karl X. Cartier, der selbst zahlreiche Schüler unterrichtete, hatte großen Einfluss auf die junge Generation durch seine Violinschule, in der er das Studium der alten Meister als einen wichtigen Bestandteil der Ausbildung propagierte. - Gegenüber der Erstauflage von 1798 um 56 Seiten erweitert (die Zusätze durch Neustich eingefügt, ansonsten die Stichplatten von 1798 mit geänderten Seiten- und Ordnungszahlen wiederverwendet). Insgesamt erschienen in dieser dritten Auflage 154 Sonaten oder Sonatensätze von bekannten Meistern des frühen 18. Jahrhunderts, darunter wichtige Werke in Erstveröffentlichungen: Johann Sebastian Bach (Fuge in C-Dur für Violine ohne Bass BWV 1005), Giuseppe Tartini (Teufelstrillersonate und L'Arte del arco mit 50 Variationen über ein Gavottethema von Corelli), Pietro Nardini, (Sonate énigmatique), Gaetano Pugnani.In den einführenden "Principes abregés pour le Violon" bezieht sich Cartier auf die Lehrbücher von Francesco Geminiani, Leopold Mozart und Théodore-Jean Tarade. Das Manuskript von Tartinis Teufelstriller-Sonate ("Sonate de Tartini, que son école avoit nommé le 'Trille du Diable'") hatte Cartier von Baillot erhalten: ""Cette Piece est Très rare; Je la dois à Baillot, Son amour Pour les belles productions de Tartini L'a décidé à m'en faire le sacrifice." ("Ich verdanke das seltene Stück Baillot, dessen Liebe zu den wunderbaren Produktionen von Tartini ihn bewogen hat, es mir zu opfern.") . - Aus dem Vorbesitz des Geigers und Herausgebers klassischer Werke für Violine und Klavier Tiang Giap Ong (Ex libris Blindstempel).

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