1. deutsch
"Göthe, componirt von Breitkopf"

Reinecke, Carl (1824-1910)

Eigenhändiger Brief signiert und datiert 23.01.1869 auf Briefbogen "Die Concertdirection in Leipzig" mit der Bitte um Bereitstellung der ersten Vertonung der Gedichte von Goethe durch Theodor Breitkopf für ein Konzert.

Leipzig, 1869

EUR 380,00

22x14 cm, 2 Seiten auf bläulichem Briefbogen "Die Concertdirection in Leipzig", verso Faltspuren, verso "C. Reinecke, Hier 25/1 1869" und in Blaustift "Emilienstr. 8, 2 T."

"Es ist von der Concert-Direction beschlossen worden, im nächsten Gewandhaus-Concerte wenn möglich eines der ersten Verlagswerke der Handlung Breitkopf & Härtel zur Aufführung zu bringen und da Sie vermuthlich im Besitze der Lieder von Göthe, componirt von Breitkopf sind, so richte ich im Namen der Concert-Direction die freundliche Bitte an Sie, uns dieses Heft entweder gütigst leihen zu wollen oder auch, wenn Sie das Heft nicht aus den Händen geben, uns zu gestatten, daß wir das Heft bei Ihnen copieren lassen..." - Goethe war in jungen Jahren als Student in Leipzig mit Bernhard Theodor Breitkopf, dem gleichaltrigen Enkel des Firmengründers, befreundet, der die ersten Gedichte seines Freundes vertonte und 1770 als "Neue Lieder und Melodien" zur Leipziger Frühjahrsmesse herausbrachte. - Carl Reinecke (1824-1910), deutscher Komponist, Pianist, Dirigent, Kompositionslehrer am Leipziger Konservatorium, 1860-1895 Leiter des Gewandhausorchesters. Reinecke debütierte 1843 im Gewandhaus mit Mendelssohn Bartholdys "Serenade und Allegro giocoso für Klavier und Orchester op. 43" und war mit Brahms und Schumann befreundet, der ihm seine "Vier Fugen für das Piano-Forte" op. 72 widmete.

Bestellnummer : 17453